MORD – Christoph Guger zu 15 Jahren verurteilt!

 Wien, 10. September 2013

Landgericht für Strafsachen

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 Alle anwesend, der Richter gibt kurz den Sachverhalt zu Protokoll, beschreibt, wie am 24. November 2012 die 36-jährige Mag. Ruxanda Guger von ihrem Ehemann Mag. Christoph Guger mit 6 Messerstichen getötet wurde, sich dann gestellt hat, nachdem er seine Tochter zu seinen Eltern gebracht hat… “Geständnis wirkt sich mildernd” etc.

Staatsanwältin [sehr schwach am Anfang]:
“Am 24. November 2012 wurde Frau Mag. Ruxanda Guger mit 6 Stichen umgebracht, wobei jeder Stich an sich tödlich gewesen wäre”….
“Der Angeklagte kommt aus Steyr, wo er in einer liebevollen Umgebung aufgewachsen ist”…. [das typische Klischee, alle Täter sind in einer “liebevollen Umgebung” aufgewachsen!!!]
Die Ehefrau wollte die Scheidung und hat den Angeklagten beschuldigt, die gemeinsame Tochter sexuell zu missbrauchen…
Die Tat wurde vollzogen, “während die Tochter tief schlief” [WOHER wollte sie das wissen??? Nur weil der Täter es behauptete??]… Blabla, weitere Schilderung der bekannten Tatsachen… Sehr schwache Anklage, die fast gar keine Anklage war, diese Staatsanwältin ist eine Schande für ihren Beruf!!

Minervas Anwalt:

“Schließe mich den Ausführungen der Frau  Staatsanwältin an, möchte nur hinzufügen: Der erste Messerstich war fast tödlich, Ruxanda hat sich noch gewehrt, trotzdem hat der Angeklagte noch 5mal zugestochen!!!”…
Außerdem: “Das Tagebuch des Opfers wird vorgelesen, damit man sieht, dass die Anschuldigungen über den sexuellen Missbrauch berechtigt sind!”

C. Gugers Anwalt:

Blabla – “Es hätte nicht soweit kommen sollen”…
Blabla – “Es war ein Krieg, der von der Großmutter angefangen wurde”…
Blabla – “Er wurde getrieben”… (?!?!?!)
Blabla – “Er wollte die Scheidung und nicht sie!”… (?!?!?!)
Blabla – “Er hat alles gemacht, was sie wollte”…
Blabla……

AUSSAGE Christoph Guger

Er bekennt sich schuldig, er ist “verantwortlich”…

Er wollte sie nicht töten, kann sich nur an 3-4 Stiche erinnern…

Die Ehe war sehr gut, die Frau war für ihn „wie ein Jackpot“ gewesen: intelligent, witzig… hat ihm eine neue Welt eröffnet, da er vorher “sozial nicht so versiert war” … er hatte sich verliebt, da war sie für ihn unerreichbar… [Blabla… leeres Geschwätz…]

Richter: Wann war der erste Bruch in der Beziehung?

C. Guger: “Na ja, ich war eher gemütlich … es gab ab und zu deswegen Streit [im Klartext: er war ein kleiner Parasit, den sie mitgeschleppt hat!] … sie war sehr stark, extrovertiert, hat meinen Charakter gebildet… ich habe durch sie und mit ihr soviel erreicht … ich habe sie geliebt, ich liebe sie immer noch … das kann man nicht abschalten” … [Blabla… leeres Geschwätz…]

Richter: “[…] die ersten Verdächtigungen wurden durch die Großmutter geäußert, als das Kind 3 Jahre alt war… Hat sich die Großmutter von Anfang an um das Kind mitgekümmert?”

C. Guger: “Die Großmutter hat sich von Anfang an um das Kind gekümmert, irgendwann nur noch 2-3 Stunden am Tag… da sie etwas älter ist… Das Verhältnis zu der Großmutter war gut, meine Frau hatte fast ein schlechteres Verhältnis zu ihrer Mutter gehabt als ich!!”

“2009 … alle 2 Wochen Besuch, mal ich in Rumänien oder meine Frau in Österreich, Sophie wurde durch die Großmutter betreut, aber vor allem von einer Tagesmutter … ”

“Minerva hat dann meiner Frau »Sachen« erzählt, die sie wiederum mir erzählt hat, dass die Kleine sie gesagt hätte… dann kam der Urlaub in Bad Kleinkirchhein… Da dachte ich mir, ich muss mit meinen Eltern reden, davor wollte ich sie immer außen vor halten… Minerva hat auch was gesagt, meine Frau hat übersetzt… Sie hat gesagt, ich würde nur in Unterhose schlafen, hätte Hoppe-hoppe-Reiter mit meiner Tochter gespielt… Sie hat gesagt, sie hätte nichts Genaues gesehen, würde aber die Hand ins Feuer legen, dass da was Unsittliches war…”

“2011 bin ich zurück nach Wien, meine Frau kam später… Im Dezember 2011 war die Beziehung bereits zerrüttet … durch die Wahnvorstellungen meiner Frau…”

Richter: “Zwischendurch hatte sie sich mal entschuldigt, dann war sie doch im Krisenzentrum (bei Herrn Schwärzler)…” [es ist unverständlich – oder vielleicht auch nicht, wenn die “Sache” vertuscht werden sollte!! – WARUM der Psychologe Schwärzler nicht als Zeuge geladen wurde!!]

C. Guger: “Ich vertraute dem Ganzen, obwohl ich das nicht mit anderen teilen wollte… Herr Schwärzler meinte, ich soll mehr aufpassen, nicht mehr körperlich spielen! … Wir hatten 7-8 Sitzungen… dann hat Herr Schwärzler gesagt »Ich nehme an, da war nichts«…  Dann haben wir vereinbart, dass Minerva ein paar Monate ferngehalten werden sollte…”

Thema Lügendetektortests: “Test in Bukarest … war gut für mich ausgegangen” [natürlich, bei Fragen, die nicht den Namen Sophie enthalten durften!!!] … dann kam der Stimmanalysentest in Burgenland … der ist gegen mich ausgefallen…

[…]

Darstellung und Präsentation des psychologischen Gutachtens
(durch Frau Roßmanith, die das Gutachten auch verfasst hatte).

– “Kein Verlust der Realität… keine Persönlichkeitsstörung… keine Abnormalität…”
– “Lebenskrise” … “Bewältigungsstrategien aufgebraucht… Ohnmacht … Belastungsstörung …. anfällig für Vorwürfe … geht in sich hinein… Therapien … Ohnmacht stellt sich ein …”
– “Schutzmechanismen aufgebraucht … nichts bleibt übrig … es geht durch… Belastungsreaktion… seelische Verfassung… dass er seine Frau umgebracht hat… Blabla…”
– “keine Bewusstseinstörung… keine Intelligenzminderung … seelische Störung… nichts festzustellen!”
– “Schuldfähigkeit ist gegeben!! … aber in diesem Moment war er nicht präsent… da genügt ein Auslöser… katatonische Krise … da ist die Kontrolle nicht mehr möglich…” [die üblichen Psycho-Klischees, die man auf 95% der Mörder anwenden kann]

Richter erwähnt die Visa-Anträge, die C. Guger für Indien und USA gestellt hatte, d.h. seine Absicht wegzugehen…

C. Guger: “Ich hatte kapituliert, wollte nur weg…”

2. Richter: “Sie wirken beherrscht, introvertiert, wie kam denn der plötzliche Ausbruch aus den üblichen Denkschemata… Sie wollten weg… Was war dann der große Schock, dass Sie die Beherrschung verloren haben… warum sind Sie letztlich ausgerastet???”

C. Guger: “Meine Frau ist immer misstrauischer geworden… hat die Tatsachen verdreht … ich habe dann Angst gehabt, dass die Kleine auch glaubt, sie wäre missbraucht… [Blabla…] Ich habe kapituliert, ich habe nicht geglaubt, dass man mir vor Gericht glauben würde… [Blabla…] Da blieb nur noch die Fluchtmöglichkeit … Ich hatte Angst um die Tochter … [Blabla…] Ich habe der Teilung des Sorgerechts zugestimmt, aber ich wollte, dass die Großmutter auch nicht mehr die Kleine unbegleitet sieht …“ [Blabla…]”

Richter: “Es gibt eine Interpretation … es sind mehrere Varianten möglich… wenn es geplant war, dann war es nicht impulsiv… die psychiatrische Untersuchung passt also sowohl für Variante Impulskontrolle wie auch für die Variante der geplanten Tat? [Frage an die Sachverständige] … wie hätte ein gesunder Mensch reagiert …[…] dann die Kleine von A nach B zu bringen…”

Sachverständige Roßmanith: “Die Gefühlssituation kann einen Menschen dazu bringen, ohne Gefühle das Notwendige zu tun…” [!!!!!]

C. Gugers Anwalt: “Tropfen für Tropfen … irgendwann ist es zuviel [?!?!?!] … Können wir auch von Affekt sprechen? Was bedeutet Affekt?”

Sachverständige Roßmanith: kann es nicht sagen… “Affekt = Gefühle, Handlungen, die mit Gefühlen begangen werden”.

[….]

Minervas Anwalt: “Was waren die Entführungspläne?? Warum haben Sie in den Visa-Anträgen Ihren Vater als Bezugsperson angegeben und nicht Ihre Frau??”

C. Guger: “Meine Tochter hat kein Visum, nur ich habe Visa… ja, ich wollte sie entführen, um meiner Frau zu zeigen, dass sie mir vertrauen kann… wenn ich dann mit der Tochter zurückgekommen wäre, hätte sie gesehen, dass sie mir Vertrauen kann…” [also sein Kind entführen, um zu beweisen, dass man vertrauenswürdig ist – was für ein kranker Argument!]

Minervas Anwalt: “Die Chronologie des Ablaufes spricht eine ganz andere Sprache: da war die Freistellung von der Arbeit bis Ende März 2013, da war das Visum, da war ein Hotel in Indien bereits gebucht!!”

Sachverständige Roßmanith: “Das war [fürs Gutachten] nicht relevant“  [Unfassbar!!]

Minervas Anwalt: “Ohnmacht? Welche Ohnmacht?? Es gab mehrere Optionen/Alternativen in dieser Konstellation… zunächst einmal war die Version, nach Indien zu flüchten… dann warum jemanden umbringen?? Dann die angebliche Vereinbarung, dass Sie dem alleinigen Sorgerecht zustimmen würden, wenn die Oma auch nicht mehr das Kind zu sehen bekommt… Es gab wohl Konstellationen, es gab wohl Alternativen!!”

Richter: “Also gab es irgendwie 3 Varianten? Wenn geplanter Mord … oder Schock … entweder gab es sexuelle Übergriffe oder nicht … Es gab mehrere Eventualitäten …. 1. Schiene: die Ehefrau hat die Vereinbarung widerrufen… 2. Schiene: er wollte sich mit der Tochter absetzen… was denn nun?”

Minervas Anwalt: “In dem psychiatrischen Gutachten wird nicht erwähnt, dass es mehrere Varianten gegeben haben soll!”

[…]

C. Guger: “den 1. Stich… ich kann es nicht beschreiben… am Halsausschnitt… am Halsansatz…” [beschreibt seine Version, laut derer er das Messer nach dem 1. Stich hätte fallen lassen, Ruxanda hätte angeblich das Messer genommen und wäre auf ihn zugegangen, sie hätten gekämpft, er kann sich nicht mehr erinnern, ob er mit ihrer Hand die weiteren Stiche gemacht hat oder ob er selbst das Messer wieder in der Hand hatte … Blabla… Im Gutachten von Frau Roßmanith steht, er hätte gesagt, Ruxanda hätte das Messer in der rechten Hand gehabt, während des Prozesses hat er aber ausgesagt, sie hätte das Messer in der linken Hand gehabt!!!]

Richter: “Wie hat sie das Messer gehalten?”

C. Guger: “Seitlich” [dann beschreibt er den Kampf und lügt, wie gedruckt!!]

“Ich hatte Angst … aber am Anfang nicht… Danach kam die Angst, ich hab’ ihr auch einen Schlag versetzt, um ihr das Messer zu entreißen!… ich weiß nicht mehr… Panik… dann Geräusche… Tochter … Tür zu … Decke drauf…  und weil Sie sagen, ich war ja beherrscht… ich war nicht beherrscht, sonst wäre ich nicht in Socken weggefahren…”

Richter: “Haben Sie nachgeschaut, ob Ihre Frau wirklich tot war? Warum haben Sie keine Hilfe geholt?”

C. Guger: “Mein einziger Gedanke war, Sophie in Sicherheit zu bringen!… Nur ein Gedanke: Sophie zum sichersten Platz der Welt zu bringen!” [Unfassbar, oder???? Ein pädophiler Mörder, der “mit seinem Vater sehr oft in der Kindheit das Abschlecken angewandt hatte”, bringt seine Tochter, der er die Mutter genommen hat, zum “sichersten Platz der Welt”, d.h. da wo auch für ihn der sexuelle Missbrauch angefangen hatte!! Kein Wunder, dass er zum Messer griff und Ruxanda tötete, da er in Wirklichkeit im Nebel der Verleugnung nur einen einzigen Gedanken hatte: UM JEDEN PREIS VERHINDERN, DASS DER SEXUELLE MISSBRAUCH AUFGEDECKT WIRD!!!! Deswegen musste Ruxanda sterben!!!]

Vorlesung Autopsiebericht! (durch den Gerichtsmediziner)

Gerichtsmediziner:
– Ruxanda hatte zahlreiche Abwehrverletzungen auf der Innenfläche beider Hände!!!
– Es wurden 6 Halsverletzungen festgestellt!! …
– Sobald Luft in das Herz eintrat, war sie minutenschnell tot!

Richter: “Dann ist es ganz klar, dass ER das Messer geführt hat, sonst hätte sie keine Abwehrverletzungen gehabt!

C. Gugers Anwalt: “Kann man sagen, welcher Stich tödlich war? Wurden die Stiche mit Wucht ausgeführt?”

Gerichtsmediziner: “Es ist nicht sehr heftig gewesen, das Opfer kann die Wucht abgebremst haben! Der erste Stich war von oben nach unten, die restlichen waren eher von der Seite…  6mal in gleicher Weise, das kann nicht mit der Hand des Opfers erfolgt sein … Dominanz der Stiche links…”

C. Guger behauptet, er wäre sich ziemlich sicher, dass “seine Frau” das Messer in der linken Hand gehabt hätte [wer’s glaubt, wird selig!]

Minervas Anwalt: “Kann man die Nachfolge der Stiche feststellen?”

Gerichtsmediziner: “Nein.”

Minervas Anwalt: “Da alle Stiche nach dem ersten Stich seitlich waren, kann das Opfer auch gelegen haben???”

Gerichtsmediziner: “Ja”.

[…]

C. Guger kommt wieder auf die Lügendetektortests zu sprechen und sagt: “Meine Schwiegermutter hat einen Lügendetektortest machen lassen, bei dem ich auch eine Frage stellen konnte… Eine der Fragen war »Haben Sie gesehen, dass Ihr Schwiegersohn die Kleine missbraucht hat?«, da hat sie die Wahrheit gesagt und mit NEIN geantwortet” [hier LÜGT C. Guger: bei dem Lügendetektortest hat Minerva auf diese Frage eindeutig mit JA geantwortet und sie hat den Test bestanden!!!]

Richter: “Also ging es nicht auch um Verhaltensweisen, die sexuell ausgelegt werden konnten?”

C. Guger: “Nein! Es ging darum, entweder waren dies Wahnvorstellungen oder ich bin ein Pädophiler… Es gab Indizien in beiden Richtungen… Wir waren dann bei Herrn Lackinger in Paartherapie… Ich habe die Tests gemacht… Ich hätte alles getan!! Ich habe nach jedem Strohhalm gegriffen, um sie zu überzeugen, dass da nichts ist… Bei der Paartherapie haben wir 10 Sitzungen gemacht…”

[…]

C. Guger: “Ab 2011 hat sich meine Frau die Back-up-Wohnung genommen… Im November 2012 wollte ich kündigen, ich wollte ins Ausland… ich konnte nicht mehr… Chefin ließ mich nicht gehen, bat mir 3-4 Monate Urlaub an… Die letzten 4-5 Monate konnte ich nicht mehr arbeiten… immer nur an das Eine gedacht: »Was kann ich tun, damit das Paranoia meiner Frau nicht auf meine Tochter übergeht??«… Dann habe ich die Visa-Anträge gestellt… doch noch Hoffnung gehabt” [verstrickt sich immer mehr in Widersprüche]

Richter:  “Was ist mit den Morddrohungen, die Ihre Frau in ihrem Tagebuch beschrieben hat? Zitat: «Nach einem Wochenende mit kalter Stimmung zwischen uns hat er gesagt, er würde keinen anderen Weg mehr sehen und wird mich und meine Mutter umbringen, aber nicht jetzt, sondern später, und wird es wie einen Unfall aussehen lassen.» Was war mit dieser Drohung? Haben Sie ihr gedroht?”

C. Guger: “Nicht wirklich [!!?!!?!] … Es ging nur immer wieder darum, dass ich den Kontakt zur Schwiegermutter abbrechen wollte… Blabla… wir haben uns gegenseitig gedroht… Ich habe es in keinster Weise ernst gemeint…”

2. Richter: “Jetzt antworten Sie mit JA oder NEIN, nicht mehr fabulieren! Haben Sie ihr gedroht?”

C. Guger: “Nein [!?!?!?]… Sie hat es als Drohung verstanden… dann hatten wir Sex, ich habe gesagt, Schwamm drüber… Bei der Therapie habe ich es erwähnt, weil meine Frau mir verboten hatte, über den Sex, den wir nach dieser Drohung hatten, zu sprechen… ich habe es dann bei Herrn Schwärzler doch erwähnt…
Nachher wollte ich mich scheiden lassen”

[Kurze Auseinandersetzung mit dem 2. Richter, C. Guger bittet um “Respekt”, meint, er hätte dem Richter AUCH Respekt entgegengebracht (WIE denn???), also darf er wohl auch Respekt verlangen!!! Blabla]

Richter: “Was ist mit der zweiten Drohung vor dem Büro von Herrn Lackinger? Dort haben Sie laut Tagebuch Ihrer Frau gedroht, Sie würden dafür sorgen, dass sie nie mehr jemandem schaden kann, und Sie haben auch eine entsprechende Handbewegung gemacht, als würden Sie sie erwürgen… Stimmt das?”

C. Guger: “Stimmt nicht… Ich habe nur gesagt, ich würde erzählen, was sie bei der BCR gemacht hatte” [Rufmord gemeint]

Richter: “Haben Sie die körperliche Bewegung auch nicht gemacht?”

C. Guger: “Nein” [!?!?!?]

Richter: “Was ist mit dieser Vereinbarung, die Sie treffen wollten? Dass Sie quasi keinen Zugang mehr zu dem Kind haben unter der Bedingung, dass auch Minerva nicht mehr das Kind sieht, oder wie? Wenn man sein Kind liebt, wie lässt man sich auf eine solche Vereinbarung ein? Keinen Kontakt, nur dass Minerva auch keinen Kontakt mehr hat, oder wie?”

C. Guger: Blablabla… [wiederholt sich, leeres Geschwätz]

Richter: “Beschreiben Sie den Tattag.”

C. Guger: “Mein Vater hat bei mir übernachtet, am nächsten Tag waren wir alle auf einen Punsch auf dem Weihnachtsmarkt mit einer Freundin aus der Schule, dann im Restaurant, am Nachmittag sind wir zu mir gefahren, wo wir gefaulenzt haben… die Kleine hat sich einen Film angeschaut… Danach wurde die Kleine ins Bett gebracht, so um 20.00 Uhr, vielleicht auch früher… danach kam meine Frau zu mir und meinte, ich sollte ihr eine Massage geben… dann hat sie mir die KEULE gegeben! Da sagte sie «Wg. nächsten Freitag, ich werde das alleinige Sorgerecht beantragen und den sexuellen Missbrauch anzeigen»… Da war bei mir dann nur Panik, Panik!!… Ich hatte eigentlich mit allem abgeschlossen… wollte nach Indien… oder in die USA… aber trotzdem kam der Schock… ich dachte, ich werde dann Sophie nicht mehr beschützen können!! Da war nur noch Angst, Panik, es ist eine Gefahr für Sophie da!!” [Höchstens Robert de Niro in seiner Jugend hätte eine bessere Vorstellung des “besorgten” Vaters abliefern können!!!]

Richter: “Und dann war da ein kurzer Moment… Sie haben sich umgedreht, wollten ein Objekt greifen… Welche Überlegungen waren da im Spiel?”

C. Guger: “Es waren ja keine richtigen Denkprozesse, wie man so sagt… Der Gedanke an Sophie, wie ich Sophie schützen kann verfolgte mich täglich für eine lange Zeit…” [er beharrt wie ein Hirnamputierter darauf, dass er den Mord begangen hat, um Sophie zu beschützen?!?!?!?]

Richter: “OK, kurzer Schockmoment… und dann? Warum lag das Messer da?”

C. Guger: “Ja, einige Zeit davor, einige Wochen davor hatte ich beschlossen, mich handwerklich zu betätigen… vor 3-4 Wochen hatte ich etwas zusammengebaut… Da habe ich zum Messer gegriffen, das auf der Fensterbank lag, ohne mich vom Fleck zu bewegen ” [er lügt, in dem Zimmer ist viel Raum zwischen Fenster und Bett, er MUSS bewusst zur Fensterbank gegangen sein, um das Messer zu holen, FALLS das Messer tatsächlich auf der Fensterbank lag, was stark zu bezweifeln ist!]

C. Guger: “Als sie mich mit dem Messer in der Hand sah, ist sie zurückgewichen aufs Bett, dann rückwärts im Bett bis zur Wand… ich bin ihr nachgeklettert und habe auf sie eingestochen… dann habe ich das Messer zurückgezogen, sie schrie” [und angeblich hat Sophie tief geschlafen??? wer’s glaubt, wird selig!!]

Richter: “Da ist aber eine starke Intensität der Handlung!! In welcher Hand war das Messer? Und wie war das mit der Todesangst? In der Darstellung, die Sie bei der Polizei gemacht haben, stand nichts davon.”

C. Guger: “Sie ist physisch sehr stark auf mich zugekommen! Als sie mich in die Hand gebissen hat, da habe ich Angst bekommen!”

Richter: “Sie haben ursprünglich ausgesagt, Sie hätten keine Erinnerungen an den Biss, Sie hätten gar nichts mitbekommen… Jetzt klingt das anders!!”

C. Guger: “Ja, die Erinnerungen… Ich wusste irgendwie, dass ich verletzt war… Blabla [Ablenkungen]…”

Richter: “Ich verstehe nicht, wenn sie das Messer in der Hand hielt, woher kommen dann ihre Abwehrverletzungen??? Es ist sehr schwer nachvollziehbar und nicht glaubwürdig!! Da Sie ja nur eine leichte Schnittverletzung haben, kann Ihre Frau gar nicht zugestochen haben und auch nicht das Messer gehabt haben!”

Der Richter liest C. Gugers Beschreibung aus dem Gutachten wg. Messer.

C. Guger: “… Ja … Glaube ich… den Eindruck wollte ich nicht erwecken…”

2. Richter: “Warum eigentlich mehrere Stiche, warum haben Sie mehrmals zugestochen?”

C. Guger: “Ich hatte Angst um mein Leben…”

2. Richter: “Mit dem Messer in der Hand?????  Und nochmals und nochmals zugestochen???”

C. Guger: “Blabla [Angst… Angst… leeres Geschwätz] Ich weiß, dass ich der Verursacher bin… Blabla…”

Richter: “Ja, die ganze Geschichte, die Sie hier auftischen… Sie gestehen, dass Sie kausal verantwortlich sind, versuchen aber das Ganze als Totschlag, als Körperverletzung mit Todesfolge zu verkaufen! Haben Sie realisiert, dass sie stirbt??? Es ist doch Ihre Verantwortung!!”

C. Guger stammelt wieder etwas über “Angst… meine Gefühle… es war nicht Notwehr, ich will nicht sagen, dass es Notwehr war… Blabla”

Richter: “War Ihnen bewusst, dass sie sterben kann?”

C. Guger: “Ich hatte Panik, danach kann ich mich nicht mehr erinnern…”

Richter: “Die Frage ist nämlich, ob Sie sich nicht ein Gebäude aus Verdrängungen aufgebaut haben!!”

C. Guger: “Ja, irgendwann habe ich realisiert: meine Frau ist tot…”

Richter: “Und dann haben Sie ihr die Decke über den Kopf geworfen! … Und wie war es mit den Schreien??”

C. Guger: “Na ja, es waren keine richtigen Schreie, mehr gutturale Laute, ich weiß nicht wie laut… die Kleine hat fest geschlafen… als ich sie aufgeweckt habe, ist sie dann auf der Couch wieder eingeschlafen…”

Richter: “OK, dann fahren Sie mit Ihrer Tochter nach Steyr, liefern Sophie ab… was sagen Sie den Eltern??”

C. Guger: “Ich bin angekommen, habe meiner Mutter gesagt «Mama, hol’ den Papa»… Dann habe ich ihnen erzählt, dass ich meine Frau schwer verletzt habe… habe ihnen erzählt, warum… meine Leidensgeschichte…”

Richter: “Ihr Vater gab zu Protokoll, Sie hätten ihm «in kurzen Worten erzählt», also kein Wort darüber, dass Sie quasi noch Ihre Leidensgeschichte erzählt hätten… Und warum haben Sie sich dann nicht gleich gestellt?”

C. Guger: “Ich war auf eine einzige Sache fokussiert, ich wollte nur Sophie in Sicherheit bringen… danach wollte ich nur weg! Ich wollte von meinen Eltern weg, ich hatte ein starkes Schamgefühl, ich wollte nur weg von meinen Eltern!!! … und es ist nicht so, dass man mich irgendwie verfolgt hat oder so… Ich bin zur Polizei geflüchtet, aber ich wollte nicht mehr…”

2. Richter: “Was dachten Sie über die Konsequenzen Ihrer Tat? Was glaubten Sie, was passiert, wenn Sie jemandem das Messer 4 cm tief in den Hals hinein stechen?? Und übrigens… warum haben Sie überhaupt das Messer in die Hand genommen, wenn Sie behaupten, Sie hätten kapituliert??”

C. Guger: “Blabla… der einzige Grund war Sophie… die Angst, was mit meiner Tochter passiert, wenn ich nicht mehr da bin” [Helloooooo, DU warst die einzige Gefahr, vor der man Sophie schützen musste, du kranker Pädophiler!!!!!]

2. Richter: “WIE ist es genau dazu gekommen, dass das Messer in Ihrer Hand war? WARUM nehmen Sie das Messer in die Hand? … Sind Sie explodiert?”

C. Guger: “Ja, kann man so sehen…” [sagt ständig “Schauen Sie… Schauen Sie”, erklärt irgendeine Parabel, um vom Inhalt der Fragen abzulenken]… “Ich versuche, exakt zu sein…”

2. Richter: “Sie sagen, Sie hätten Angst um Ihre Tochter gehabt? Aber denken Sie gar nicht an die Tochter, wenn Sie deren Mutter verletzen, TÖTEN??”

Richterin: “Wo genau waren Sie, als Sie nach dem Messer gegriffen haben?”

C. Guger: “Ich war bei der Fensterbank und habe unmittelbar das Messer gegriffen… Ja, ich wünschte, ich wäre nach dem ersten Stich rausgegangen… meine Frau hätte aber auch rausgehen können” [ironisches Gelächter im Saal]

Frage einer Jurorin: “Wie kommt es, dass man 3-4 WOCHEN ein Messer im Schlafzimmer auf der Fensterbank lässt und noch dazu, wenn ein Kind ins Haus kommt??” [gute Frage, ein Zeichen dafür, dass die Jury den Bullshit mit dem Messer, das zufällig auf der Fensterbank gelegen haben soll, auch nicht gekauft hat!!]

C. Guger: “Ja, ich war 5 Tage vorher im Ausland… meine Tochter war 2 Wochen nicht da gewesen, weil bei ihr in der Schule war Scharlach und sie war zuhause gewesen… Ich wünschte auch, ich hätte etwas anderes genommen… Warum Messer? Etwas anderes habe ich nicht gefunden… Das Messer war vorher da [diese wiederholte Bestätigung zeigt eindeutig die Bekräftigung einer Lüge!!!]… In der Küche räume ich auf, aber das Messer hatte ich nicht weggebracht…”

Staatsanwältin: “Also, was war eigentlich Ihre Angst bezüglich der Tochter?? Hatten Sie Angst, dass das Kind paranoid wird oder was?”

C. Guger: “Nein, ich hatte Angst, dass man dem Kind einen Missbrauch einredet… Blabla…”

Staatsanwältin: “Aber es macht keinen Sinn… entweder wird das Kind missbraucht oder es wird nicht missbraucht… Wie hätten Sie sie davor schützen können, dass man ihr etwas einredet??…  Wussten Sie vor dem Mord, dass Sophie kein Visum bekommen hatte?”

C. Guger: “Ja” [und wieder ein Grund, der für einen geplanten Mord spricht, da er wohl wusste, dass seine ursprünglich geplante Entführung nicht durchführbar war!!!!]

Staatsanwältin: “Und warum haben Sie die Decke auf sie geworfen? Warum haben Sie die Tür zugemacht?”

C. Guger: “Aus Pietät…”

Staatsanwältin: “Welche Pietät denn???? Sie wurde mit offenen Augen gefunden, WELCHE PIETÄT???? Tür aus Pietät zu?? Wohl kaum!”

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C. Gugers Anwalt: “Wenn die Gesamtkonstellation denn so war, wie Sie sie beschrieben haben, warum dann trotzdem zusammen nächtigen?”

C. Guger: “Sie hat mich oft beschuldigt und niedergemacht, dann gab es immer wieder Sex, danach hat sie alles zurückgenommen und ich hatte wieder Hoffnung… es war immer auf und ab, heiß und kalt… Ich sagte ihr «Was ist, wenn ich unschuldig bin?», darauf hin meinte sie «Auch wenn du unschuldig bist, bist du trotzdem schuldig»… Meine Frau hat mich oft fertiggemacht… dann wollte sie wieder Sex… [natürlich, da sie die wahre Motivation eines Pädophilen nicht kannte, dachte sie, wenn sie selbst mit ihm oft genug schläft, würde er Sophie in Ruhe lassen!!!]… Ich hatte dann wieder Hoffnung… mal war sie lieb… dann war sie wieder zerrissen, wie man auch im Tagebuch lesen kann…”

C. Gugers Anwalt: “Dieses sogenannte Tagebuch… seit wann wissen Sie darüber?”

C. Guger: “Seit April 2009, nach dem Besuch im Krisenzentrum, wo sie den Rat bekam, alles aufzuschreiben… ich habe schon vorher davon gewusst… Ich selbst habe sehr spät angefangen, Aufzeichnungen zu machen…”

Minervas Anwalt: “Wie war das, was Ihr Anwalt am Anfang gesagt hat, dass Sie die Scheidung wollten? WIE denn, wo war Ihre Initiative??”

C. Guger: “Ja… in der Zeit, als wir bei Herrn Schwärzl waren, vor 2 Jahren… dann wollte ich mich scheiden lassen… meine Frau hat es mir ausgeredet… Das zweite Mal nach der Drohung, die hier zu aufgebauscht wurde, obwohl es ja nur verbale Verfehlungen waren… dann bei Herrn Lackinger, im Sommer 2012, da wollte ich die Scheidung, dann war sie aber wieder nett zu mir und ich habe wieder Hoffnung gehabt… Den Scheidungstermin hat letztendlich sie vereinbart… ich wollte sichergehen, dass das Thema Missbrauch richtig behandelt wird [wie geht denn das, Herr Pädophiler??]… Ich wollte Einigung, es sollte alles gütig laufen…”

Minervas Anwalt: “Sie haben ausgesagt, Ihr Vater hätte Ihnen gesagt, bei der Obsorge hätten Sie keine Chance… Was hat er gemeint? Sie hätten keine Chance, die Tochter zu kriegen?… Dann sagen Sie, es wäre zwischen Ihnen und Ihrer Frau alles ein Auf und Ab gewesen, heiß und kalt… Mal Streit, dann Sex in der Dusche etc. Tja, WAS war denn an dem Mordtag ANDERS, das Ihren plötzlichen Gemütsumschwung erklärt???”

C. Guger: “Schauen Sie, ich hatte kapituliert… ich wollte nur noch weg [Blabla… ICH… ICH… ICH… ICH] … und auf einmal war es weg!”

Minervas Anwalt: “Also sind Sie aufgrund der Meinungsänderung Ihrer Frau bezüglich des Sorgerechts explodiert, obwohl Ihnen alles wurscht war und Sie in die USA wollten??”

C. Guger: “Nein, mir war nicht alles wurscht… Ich wollte irgendwie und habe gehofft, wenn meine Frau der Vereinbarung zustimmt, dass sowohl ich als auch ihre Mutter das Kind nicht mehr sehen… ich habe gehofft, dass sich dann meine Eltern um Sophie kümmern werden… Das wäre Balsam für meine Seele…”

Richter: “Das haben Sie aber am Anfang nicht so ausgesagt…”

C. Guger: “Dann tut es mir leid… aber es war so… meine Frau hatte nicht Angst, wenn ich mit der Kleinen unterwegs war…”

Richter: “Wie hätte es denn funktioniert, dass Sie durchsetzen wollten, dass die Oma nicht das Kind sieht, wenn Sie auch nicht das Kind sehen?… Was wollen Sie uns hier weismachen? Entweder hatten Sie kapituliert oder Sie haben es getan, um den Anschuldigungen zu entkommen?…”

C. Guger: “Schauen Sie, meine Frau hat nur in geschlossenen Räumen Angst gehabt, wenn ich mit der Kleinen allein war… Wir hatten vereinbart, ich gehe mit Sophie überall hin, nur nicht in geschlossenen Räumen… ich vertraute ihr… dass wir diese Vereinbarung halten können…”

Richter: “Da steht aber im Tagebuch Ihrer Frau, Sie hätten ALLE Versprechungen gebrochen… ”

C. Guger: “Blabla… Dieses allerletzte Versprechen war für mich dann EXIT… Schauen Sie, wenn zwei erwachsene Personen…”

Richter (unterbricht barsch): “Eine erwachsene Person sticht nicht einer anderen mit dem Messer in den Hals!!!!

[….]

PAUSE

Zeugenbefragung

Veronica Weiß – Chefin von C. Guger bei CCC

Im März hätte sie ihn als Finance Director rekrutiert, da sie im Mai 2011 ihren Mutterschutz antreten sollte. Es ist ein “freundschaftliches” Verhältnis entstanden, obwohl sie keinen richtigen Einblick in sein Familienleben hatte… sie wusste nichts von der Tochter, von der Lebenskrise etc.

Charakterlich war er freundlich, “ausgleichend und extrovertiert, ist auf Leute zugegangen… allerdings hat er nie über sein Privatleben erzählt…”

Richter: “Gab es irgendwelche Auffälligkeiten oder Stimmungsschwankungen?”

Zeugin: “Jeder hat solche… Ungefähr im Oktober 2012 war er betrübt, am 7. November ist er dann gekommen und hat uns von einem Notfall (Krankheitsfall in der Familie), aufgrund dessen er nicht mehr dort arbeiten konnte. Ich habe ihm stattdessen unbezahlten Urlaub bis März 2013 angeboten… Er hat erzählt, es würde sich um eine Erkrankung handeln, die eine Behandlung im Ausland erfordern würde.”

[…]

Johannes Guger betritt den Raum, nimmt Platz im Zeugenstand und erklärt, er möchte aussagen.

Richter: “Ihr Sohn hat 1999 geheiratet, hatte eine glückliche Beziehung, alles gut, die Probleme kamen erst, als die Sophie gekommen ist…”

J. Guger: “Alles war gut, es war eine gute Ehe bis 2009… das erste Mal haben wir die Vorwürfe im Juli 2009 gehört, als wir alle im Urlaub in Bad Kleinkirchhein waren… er hat uns erzählt, dass er von der Oma wg. sexuellen Missbrauchs verdächtigt und beschuldigt wird… […] Seine Frau hat dort übersetzt, aber keine eigenen Beobachtungen geschildert…”

Richter: “Hat sie sich positioniert?”

J. Guger: “Sie war sich sehr unsicher, wir waren schockiert!”

Richter: “Waren die Vorwürfe offen zur Missinterpretation oder direkt?”

J. Guger: “Die Vorwürfe hatten mehr mit den unterschiedlichen kulturellen Auffassungen zu tun… sie wollte nicht darüber reden… hat erzählt, sie hätten Kontakt zu Psychologen, hat immer gesagt «Wir haben das im Griff»…”

Richter: “Wussten Sie von den Lügendetektortests?”

J. Guger: “Irgendwann habe ich es erfahren… ich wusste ja nicht, dass es in Österreich so etwas gibt…”

Richter: “Haben Sie etwas von der Entfremdung gemerkt?”

J. Guger: “Na ja, sie haben nicht mehr aneinander gehangen wie früher, aber eine übermäßige Entfremdung habe ich nicht gemerkt… ich bin ja selbst seit 38 Jahren verheiratet…”

Richter: “War Scheidung ein Thema? Haben Sie 2012 davon gewusst?”

J. Guger: “Ja, als meine Schwiegertochter sich eine eigene Wohnung genommen hat, wusste ich, es hat was mit den Vorwürfen zu tun… Sie wollte nicht reden!… 2012 gab es ca. einmal im Monat Kontakt zu Christoph, einmal im Monat habe ich bei ihm übernachtet wg. meiner Vorträge in Wien…”

Richter: “Am 24. Nov. hat Ihr Sohn seine Frau erstochen, Sie waren einen Tag davor da, was haben Sie mit den beiden gesprochen? Gab es einen besonderen Schatten, irgendwelche Auffälligkeiten?”

J. Guger: “Na ja, sie haben sich einen Film angeschaut… ich habe ein paar Witze gemacht… mir ist nichts aufgefallen” [tja, was soll der pädophiler Vater eines pädophilen Mörders anders sagen??]

Richter: “Auch nicht am nächsten Tag in der Früh?”

J. Guger: “Nein.”

Richter: “Kam es irgendwie zur Sprache, dass Sie auf Sophie aufpassen sollen? Gab es ein Gespräch darüber  mit Christoph?”

J. Guger: “Na ja… es gab so etwas 1-2 Jahre davor… da hat er mich gefragt, ob wir Sophie in Obsorge nehmen könnten, falls ihm was passiert…”

Richter: “Beschreiben Sie die Begegnung mit Ihrem Sohn nach dem Mord.”

J. Guger: “Am Abend des 24. November habe ich abends noch im Keller gearbeitet… Da hat mich meine Frau gerufen, dass der Christoph da wäre… Ganz unvermittelt hat er dann den Mord gestanden… er hat gesagt, er hätte sie getötet, dass ein Messer im Spiel war… er war in einem Ausnahmezustand… hat noch gesagt «zum Schluss war Ruxi seelisch krank»… dann ist er weg… nachdem ich seinen Finger versorgt habe…”

Richter: “Ihr Sohn hat heute ausgesagt, er hätte Ihnen dann seine Leidensgeschichte erzählt, aber nach Ihrer Schilderung hat er es nicht… Hat er noch die Beziehungsgeschichte erzählt oder nicht?”

J. Guger: “Die Polizei hat mich nicht danach gefragt… ich weiß es nicht mehr… Wir dachten, die Missbrauchsgeschichte wäre vorbei…”

Richter: “Also sehen Sie den Missbrauch als Beweggrund für die Tat?”

J. Guger: “JA, aber ich kann die Tat nicht nachvollziehen…” [er hat ganz klar bestätigt, dass der Missbrauch stattgefunden hat UND er daher den Missbrauch als Tatmotiv sieht!!!!]

Richter: “Wie war Ihr Kontakt zu Minerva Roanghesi?”

J. Guger: “Normal, aber da sie kaum Deutsch sprach, wurde immer übersetzt… Als Christoph über Scheidung nachgedacht hat, hatte ich eine Pflegschaftsrichterin gefragt, aber sie hat davon abgeraten, die Scheidung zu verfolgen” [sehr interessant, wie er betont, dass er EINE Pflegschaftsrichterin gefragt hatte, da wir ihm ja seine “Freundschaft” mit EINEM Pflegschaftsrichter, nämlich Helmut Neuhauser, bereits nachgewiesen haben!! Der Pflegschaftsrichter Helmut Neuhauser hat das vorübergehende Sorgerecht an Johannes Guger übertragen, nachdem dieser kurz nach dem Mord dem Richter persönlich alle möglichen Lügen erzählt hatte: dass er nicht wüsste, wo Minerva wohnt, dass diese psychisch labil wäre und sowieso zurück nach Rumänien wolle – das alles hat der Pflegschaftsrichter schriftlich festgehalten! Johannes Guger scheint ziemlich viele Pflegschaftsrichter zu kennen!!]

Richter: “Wie war die Beziehung zur Schwiegermutter Ihres Sohnes?”

J. Guger: “Blabla… Verleumdungen… Blabla… Lügen… Blabla…” [irgendwann habe ich abgeschaltet, mir wurde kotz übel!!]

Richter: “Für kurze Zeit wurde Sophie fremd untergebracht, dann wieder zu Ihnen…” [hier hätte man nachhaken müssen, WARUM und WESHALB Sophie fremd untergebracht wurde!!!!!!! Hier hätte man Rosa Logar von der Interventionsstelle befragen MÜSSEN, die ausgesagt hätte, wie Sophie ihr gegenüber und 4 anderen Zeuginnen den sexuellen Missbrauch durch Johannes Guger beschrieben hatte!!!!]

J. Guger: “Ja, es gibt mehrere Prozesse… es gab keine Verhandlungen… es gibt ein Gutachten, dass kein Missbrauch zu erkennen ist… Blabla… Blabla…”

Richter: “Hat am 23. November, also einen Tag vor dem Mord, einer von den beiden etwas wg. der Scheidung erwähnt?”

J. Guger: “Das weiß ich nicht mehr… wie es dargestellt wurde… ich wusste aber nichts wegen Indien, USA, dass mein Sohn seinen Job kündigen wollte…”

Minervas Anwalt: “Warum hat er in den Visa-Anträgen SIE als Kontaktperson angegeben??”

J. Guger: “Ich bin DER VATER” [nota bene, nicht “sein Vater”, sondern DER Vater!!! Gottkomplexe eines Pädophilen!] … “Er wollte nie Probleme mit uns besprechen, ich hätte es auch erwartet, dass er es versteckt…” [natürlich, so wie er all die Jahre über den eigenen Missbrauch durch DEN Vater geschwiegen und alles versteckt hatte!]

Minervas Anwalt: “Haben Sie versucht, am Mordabend die Ruxanda noch anzurufen, ob sie vielleicht noch lebt??”

J. Guger: “Nein… ich habe ja die Polizei hingeschickt…”

Minervas Anwalt: “Ist an dem Abend besprochen worden, was mit Sophie passieren soll?”

J. Guger: “Mein Sohn hat nur gesagt «Pass’ auf Sophie auf»…”

[…]

IMG_6008

Minerva Roanghesi betritt den Raum, nimmt Platz im Zeugenstand und erklärt, sie möchte aussagen.

Richter: “Wie war die Beziehung zwischen Ihrer Tochter und ihrem Ehemann zwischen 1999 und 2006?”

Minerva: “Es war eine harmonische Ehe, als Mutter war ich sehr froh, dass die Ehe gut war, vor allem da sie mein einziges Kind war!”

Richter: “Christoph sagt, Sie hätten 2009 die ersten Verdächtigungen geäußert.”

Minerva: “Ich habe zuerst etwas bemerkt, als die Kleine 10 Monate alt war, habe es aber abgetan, da ich Christoph sehr gerne hatte… 2009 habe ich es auch Ruxanda mitgeteilt… sofort nach Weihnachten, da ich Ende 2008 bereits gemerkt hatte, dass etwas nicht in Ordnung war… vor allem, was das Mädchen immer wieder erzählt hatte…”

Richter: “Was war die Reaktion Ihrer Tochter?”

Minerva: “Es war für mich ein innerer Kampf, eine Tragödie… ich wollte ihr Weihnachten nicht versauen, aber dann habe ich es ihr doch gesagt… Ruxi ist dann auf den Boden hinuntergeglitten und sagte zunächst «Unmöglich… mein Intimleben mit Chris ist gut, das kann nicht wahr sein!»… [Hier sieht man, dass Ruxanda tatsächlich glaubte, sexueller Missbrauch hätte etwas zu tun mit einem unbefriedigenden Sexleben, daher hat sie immer und immer wieder Sex mit Christoph gehabt in der Hoffnung, er würde Sophie in Ruhe lassen…]… Ich sagte ihr, sie solle aufpassen und ihre Tochter beschützen… Sie wollte aber auch mich beschützen, sie hat mir gar nicht erzählt, dass Christoph ihr gedroht hatte!! Einmal hat sie mich in die Kandelgasse mitgenommen… mir eine Visitenkarte gegeben und gesagt «Mama, wenn mir was passieren sollte, einen Unfall oder so, sollst du hierher kommen und du sollst die Kleine auf keinen Fall IHM oder IHNEN überlassen»… Die Visitenkarte war von Herrn Schwärzler…  Ruxi meinte, falls sie einen Unfall mit dem Flugzeug hätte… Das Tagebuch habe ich viel später, nach dem Mord, gelesen, dass er mich auch umbringen wollte…  Ich habe Herrn Schwärzler nie kennengelernt…  Chris hat gesagt, ich soll auch einen Lügendetektortest machen, da war ich einverstanden… Den Test habe ich in Rumänien am 10. Jan. 2011 gemacht. Der Test ist positiv für mich ausgefallen, dass ich über den Missbrauch die Wahrheit gesagt hatte.”

Richter: “War Ihre Tochter überzeugt wg. des Missbrauchs oder verunsichert und zerrissen?”

Minerva: “2009 wusste sie nicht mehr, was sie glauben soll… Im August 2009 habe ich seiner Familie in dem Urlaub in Bad Kleinkirchhein alles erzählt … Dann am 20. August haben sie [Ruxanda und Christoph] mich an meinem Geburtstag gefeiert und dann sagte mir Ruxi «Mama, Sophie hat es auch mir erzählt!!!»… Johannes Guger hatte mich bereits 2009 beschuldigt, ich würde seinen Sohn zerstören, weil hier in Österreich angeblich der Verdacht ausreichen würde, aber ich antwortete «Ich sage es euch als Familie, damit ihr es intern regelt…»… weil meine Tochter ihren Mann sehr geliebt hat!”

Richter: “Dann hat sich Ihre Tochter eine eigene Wohnung genommen und die Scheidung angestrebt…”

Minerva: “Ja, sie meinte, sie wollten eine Therapie versuchen, aber Christoph würde sein Problem nicht erkennen, also muss sie sich scheiden lassen… dann hat sie mir erzählt, sie hätte die Scheidung eingereicht und der erste Termin wäre am 30. November… Wegen einer Scharlachepidemie in Sophies Schule war ich mit Sophie zuhause, am 23. November habe ich meine Tochter zum letzten Mal gesehen… da hat sie mir gesagt «Mama, ich will seit langem mit meinen Schwiegereltern reden, heute kommt auch Hannes und wir werden etwas aus der Vergangenheit besprechen, aber danach bin ich überzeugt, der Hannes wird Christoph überzeugen, dass ich das alleinige Sorgerecht für Sophie bekomme»!!  Ich selbst hatte Christoph seit Januar 2011 nicht mehr gesehen, die Schwiegereltern bereits seit Juli 2009… nach dieser Unterhaltung wg. meines Verdachts… da gab es keinen Kontakt mehr…”

Richter (überrascht): “Wer hat den Kontakt abgebrochen?”

Minerva: “Es war der Wunsch seiner Eltern in 2009 gewesen, glaube ich… Ich war sowieso mit allem einverstanden, solange es dem Kind gut dabei ging… Mit Ruxi hatte ich fast täglich Kontakt… ich habe Sophie vom Kindergarten abgeholt, von der Schule, habe bei ihnen geputzt, als Ruxi auf Geschäftsreise war… Am Wochenende trafen sie sich mit Christoph, aber Ruxi hat sich immer sehr bemüht, dass Sophie NIE alleine mit ihm war…”

Richter: “Hat Ihre Tochter etwas erzählt wg. einer angeblichen Vereinbarung zwischen ihr und ihrem Mann, laut derer Sophie nach der Scheidung keinen Kontakt zu keinen der Großeltern haben sollte?”

Minerva: “Nein. Sie hatte mir aber erzählt, Chris hätte mal die Idee gehabt, die Sophie soll  zu seinen Eltern nach der Scheidung… Ruxi war empört und meinte nur «Was soll denn das?? Nicht Roswitha hat sie auf die Welt gebracht»…  Von den Visa-Anträgen habe ich übrigens erst nach dem Mord erfahren… am Anfang konnte ich mir nichts anschauen… habe die Sachen weggepackt… erst als mich die Bank wegen der Versicherung angesprochen hat, habe ich gesucht und dann diese Visa-Unterlagen gefunden…”

Richter: “Wie war Ihre Tochter kur vor ihrem Tod? War sie ängstlich?”

Minerva: “Sie war verändert, traurig… sie hat aber alles wg. Christoph abgeblockt, meinte «sei getrost, wir regeln alles freundschaftlich, gütig, meine Anwältin Frau Plaz hat auch die Kinder von Josef Fritzl vertreten…»” [also wusste Christoph sehr wohl, was ihm blüht!!!]

Ein Geschworener wollte hier wissen, ob Sophie zweisprachig aufwachsen würde, der Richter erklärte ihm, Sophie würde perfekt Deutsch und Rumänisch sprechen.

Eine Geschworene wollte hier wissen, auf welcher Art ein 10-Monate altes Kind Zeichen von Missbrauch vermitteln konnte. Der Richter erklärt hastig, es würde alles in der Akte stehen!!!! Die Frage der Geschworenen wird also für Minerva nicht mehr übersetzt!!

Minerva: “Es gab nur ein Gutachten von einer einzigen Sachverständigen… Gemäß einer Initiative der Vereinten Nationen muss eine interdisziplinäre Begutachtung stattfinden, die auch physiologische Veränderungen bei einem Kind feststellen muss…

Richter (unterbricht!!!): “Das Ergebnis der Sachverständigen lautet wie folgt: «Die von der Kindesmutter protokollierten Aussagen von Sophie sind größtenteils unter Anbetracht des Alters bzw. Entwicklungsstandes des Kindes nicht altersentsprechend daher mit einer großen Wahrscheinlichkeit getönt von der Wahrnehmung der Kindesmutter. Beschriebene Verhaltensweisen wie beispielsweise die Situation in der Badewanne (Seite 2) sind eine Vermischung von sexueller Entwicklung des Kindes mit Suggestionsfragen der Kindesmutter. Auch wurden von der Kindesmutter Wahrnehmungen der mütterlichen Großmutter aufgeschrieben. Auch hier finden sich Suggestivfragen und Interpretationen der Kindesmutter. Zusammengefasst: Es finden sich keine Hinweise für sexuelle Übergriffe des Kindesvaters zum Nachteil von Sophie, die gewertet werden können»… ” [UNFASSBAR, oder?? Da werden die über DREI JAHRE protokollierten sexuellen Übergriffe des Christoph Guger – für die Ruxanda STERBEN MUSSTE!!! – einfach in 10 Zeilen von dieser “Expertin” abgetan, die vom im Club 41 vortragende Richter Neuhauser extra bestellt wurde, damit sie “die ungeheurlichen Missbrauchsvorwürfe ausräumen kann”!!!!!!!  Wie diese “Expertin”, die anscheinend selbst ein kleines Kind hat, nachts schlafen kann, nachdem was sie der Sophie angetan hat, ist mir ein Rätsel!!!!]

Minervas Anwalt: “Die Geschworenen müssen auch den beruflichen Werdegang der Großmutter zur Kenntnis nehmen, weil sie eben aus beruflichen Gründen und durch ihre beruflichen Qualifikationen erkennen kann, ob Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern auftreten” [hier wollten die Richter abblocken, aber Minervas Anwalt hat darauf bestanden!!!!]

Minerva erzählt, dass sie Biologie sowie Psychopädagogik studiert habe und anschließend als Lehrerin und Direktorin eines Kinderheims für Kinder mit speziellen Bedürfnissen bis zur Pensionierung gearbeitet habe.

Minervas Anwalt ruft als nächste Zeugin Frau Steiner von der Kanzlei Plaz und Steiner, um zu untermauern, dass sie dem Angeklagten schon im September einen Entwurf der Sorgerechtsvereinbarung übermittelt hätten, also hätte dieser am Abend des Mordes gar nicht so “überrascht” sein können von den Absichten seiner Frau, ihm nur ein begleitetes Besuchsrecht einzuräumen!!!

Die Richter stellen sich quer, es wird ebenfalls der Antrag abgewiesen, Frau Rosa Logar von der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie als Zeugin zu vernehmen (die ausgesagt hätte, dass Sophie selbst ihr gegenüber erzählt hatte, wie ihr Großvater sie missbraucht!!!!!!).

Kein Mensch stellt sich die Frage, WARUM eine Mutter und Schwiegermutter, die ZEHN JAHRE LANG die Familie ihrer Tochter mit ganzem Herzen unterstützt hat und den Schwiegersohn wie einen eigenen Sohn behandelt hatte, auf einmal solche Anschuldigungen aussprechen würde, WENN SIE NICHT WAHR WÄREN!!

Es wird sogar darüber verhandelt, ob das Tagebuch von Ruxanda überhaupt vorgelesen werden soll!!!! Es wird immer deutlicher, dass die Richter kein echtes Interesse an der Aufklärung des Falls haben, sondern nur ein Alibi von Prozess anstreben, damit sie am Ende des Tages irgendein Urteil ausgesprochen werden kann und sie die “Sache” abhaken können!!! Unfassbar, dass ein Fall von sexuellem Missbrauch und Mord AN EINEM EINZIGEN TAG verhandelt wird und von Seiten der getöteten Ruxanda Guger nur eine einzige Zeugin (ihre Mutter) angehört wird!!!!!!

Minervas Anwalt: “Wir hören hier die ganze Zeit von den «Ängsten» und Problemen des Angeklagten!! Wir MÜSSEN auch der Stimme der Toten Gehör verschaffen!!

PAUSE

Der Richter liest laut die 14 Seiten aus Ruxanda Gugers TAGEBUCH!!! [schlägt ein wie eine Bombe, ganz großer Eindruck bei den Geschworenen, mehrere Personen im Saal weinen, u.a. die zwei Freundinnen Ruxandas, die auch dabei waren, als Sophie im April gegenüber Rosa Logar über den Missbrauch vom Großvater ausgesagt hatte!!]

Notizen von C. Guger werden auch vorgelesen:

– Sitzungen bei Hr. Schwärzler, der gesagt hat „Die Sorgen der Frau sind berechtigt“
– schreibt über sich selbst zunächst als „Christoph“ (Richter: „sich extrahierend“!!), dann erst kommt er zum „ICH“… Blabla…
– Bericht über Besuch von alkoholisierten Vater von Ruxi… Blabla…
– erzählt, wie Ruxi ihn bat, eine Kamera zu installieren unter Vorwand, es wäre für die Schwiegermutter, dann gab es Streit, als er realisiert hat, dass die Kamera für IHN bestimmt war…
– Er hat mit Ruxi gestritten wg. des fixen Bonus, ER wollte 50% davon (?!?!?!) und hat sie auch bekommen (?!?!?!) [niemand hat hier nachgehakt, WARUM er unbedingt die Hälfte des Bonus haben wollte, auch wurde nicht gefragt, WAS genau er über Ruxi oder von Ruxi über die Bank wusste, dass er auch mit Rufmord drohen konnte!!]
– erzählt, sie hätten wg. Minerva gestritten… Blabla…
– LÜGT, dass Minerva in ihrem Lügendetektortest auf die Frage «Haben Sie gesehen, dass Ihr Schwiegersohn die Kleine missbraucht hat?» mit NEIN geantwortet hätte, dabei steht in der Auswertung des Tests eindeutig, dass Minerva die Frage mit JA beantwortet hatte [Ja, ein Angeklagter darf lügen!!!]
– er hatte Angst, dass seine Frau noch tiefer in die Paranoia hineinrutscht… Blabla…

PAUSE

Der Richter beschreibt die Tatwaffe, gibt an, dass die Akte u.a. folgende Dokumente enthält:
– das Tagebuch der Getöteten;
– den Befund und das Gutachten von Mag. Tanja Guserl
– das medizinische Gutachten des Gerichtsmediziners

Es werden für das Urteil 4 Fragen an die Geschworenen gerichtet:

1. War es MORD?
2. Wenn nicht Mord, war es Totschlag?
3. War es absichtliche Körperverletzung mit Todesfolge?

4. War es „normale“ Körperverletzung mit Todesfolge?

Plädoyer der Staatsanwältin

„Es war wirklich MORD …

Streitereien gibt es immer in allen Familien…

Wie man dem Tagebuch entnehmen kann, ging es der Frau NUR ums Kind, während es beim Täter immer nur um SICH SELBST ging… Selbstmitleid…

Die Getötete hatte immer das Kindeswohl im Sinn, das war für sie an erster Stelle…

Er hat Visa-Anträge gestellt, wollte die Kleine entführen… WO bleibt da das Kindeswohl??

Er war eher bereit, die Kleine zu entführen und von ihrer Mutter wegzubringen, anstatt ein begleitetes Besuchsrecht zu akzeptieren!

Seine Frau hat ihn geliebt, hat ihm immer wieder Chancen gegeben…

Was die Tat betrifft: sie hat sich gewehrt… er hatte das Messer bereitliegen, es war eindeutig MORD!!  Nach dem 1. Stich hätte er aufhören können, hat er aber nicht getan!

Er hatte ihr auch mehrmals gedroht! Das war kein Totschlag, keine begreifliche Gemütsregung!  Wenn eine Frau nach Hause kommt, ihren Mann mit einer anderen im Bett erwischt und dann zum Messer greift und beide tötet, DAS ist eine begreifliche Gemütsregung; hier haben wir das definitiv NICHT! Es war eindeutig MORD!!
Über die Strafe kann man verhandeln, überlegen, aber nicht über das Urteil!!“

Plädoyer von Minervas Anwalt

„Es war kaltblutiger MORD!!

Er wollte zunächst Sophie aus der Familie entreißen und seinen Eltern übergeben – was nicht geklappt hat… Dann wollte er die Tochter nach Indien entführen, wo – wie wir wissen – Massenvergewaltigungen stattfinden und die Frauen nichts wert sind – auch das hat nicht geklappt!!…

Sie haben alle seine sachliche Darstellung verfolgt – nicht das kleinste Anzeichen von REUE!! Wenn es nicht in der Gerichtsakte stehen würde, würden Sie nach seiner Aussage nicht einmal wissen, dass diese Frau einen Namen hatte, dass sie RUXANDA hieß! Er hat kein einziges Mal ihren Namen genannt!…

Durch den Mord hat er erreicht, was er von Anfang an verfolgt hatte: dass Sophie zu seinen Eltern kommt!! Johannes Guger hat 2 Tage nach dem Mord bereits das Obsorgerecht beantragt, während Minerva trauerte und das Begräbnis organisieren musste!!…

Der Angeklagte hat ausgesagt, er hätte kapituliert. Wenn er kapituliert hätte, wo kam denn die Gemütsregung her?…

Wie man unschwer dem Tagebuch entnehmen kann, war das Opfer eine besorgte Mutter, die auch aus Liebe zum Angeklagten agiert und versucht hat, die Vorwürfe auszuräumen. Sie hat vergeblich versucht, die Ehe zu retten!…

Zum Schluss wurde es so, wie die Großmutter es gesagt hat: «Sie hat sich immer nur für die anderen geopfert. Als es um sie selbst ging, hat sie 6 Messerstiche in den Hals bekommen!!» Es war MORD!“

Plädoyer von C. Gugers Anwalt

„Der Angeklagte war immer der Schwächere, sie war die Ausführende… Blabla… Dann kamen die Vorwürfe der Großmutter… obwohl das Gutachten festgelegt hat, dass es keine Anzeichen von Missbrauch gab… [liest aus Guserl-Gutachten]… Da waren Beschuldigungen über Jahre… Er konnte nicht mehr… Die Großmutter war schuld, sie will jetzt auch den Großvater aus dem Weg räumen! … Blabla… Es ist verständlich… die Tat ist verständlich [was soll er sonst sagen?]… Es gab eine Zuspitzung… er war vorher ein unbescholtener Bürger… Blabla… im Zweifel für den Angeklagten!“  [ganz schwache Vorstellung!]

Das letzte Wort hat der Angeklagte!

C. Guger: „Es ist schwer, auf die Anschuldigungen zu reagieren… Ich habe alles versucht… Die Anschuldigungen sind nicht wahr, ich habe meine Tochter nicht missbraucht!! … Frau Guger…ähm, meine Frau… blabla… die ich immer noch liebe… blabla… Ich wollte nur noch weg, hatte kapituliert… Ich habe meiner Schwiegermutter den wichtigsten Menschen genommen… ich habe ein starkes Schamgefühl [keine REUE, sondern nur Schamgefühl??]… Ich bitte Sie um Ihr Vertrauen… Blabla… Ich hatte nur Angst um Sophie… Blabla… [erwähnt, dass Minerva Sophie manipuliert hätte, zu sagen, dass sie vom Großvater missbraucht würde, sonst würde sie ihr Leben lang nur noch Salat zu essen bekommen – das er nicht realisiert hat, wie lächerlich dieses Argument war, ist erstaunlich!!!]… Das Tagebuch war schon wahr… aber die Überarbeitung hat alles noch grauslicher gemacht… Ich bitte um Ihr Vertrauen… Blabla… Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man sich fühlt, wenn man beschuldigt wird, das Liebste auf der Welt missbraucht zu haben!… Blabla… Haben Sie Vertrauen“ [so in etwa wie Ruxanda auch Vertrauen gehabt hat?????]

Die Geschworenen ziehen sich zur Beratung zurück.

Keine 2 Stunden später gibt es das Urteil: mit 6 Stimmen gegen 2 wird Christoph Guger wegen Mordes verurteilt. Die Richter geben ihm die milde Strafe von 15 Jahren.

C. Guger wird auch dazu verurteilt, €20.000 Schmerzensgeld an Sophie und €5.000 an Minerva zu zahlen. Minerva kann auch im Zivilgericht eine Klage gegen C. Guger anstreben.

C. Guger berät sich mit seinem Anwalt und verzichtet auf Rechtsmittel. Das Urteil ist somit rechtskräftig.

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